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IndiGo-Flug nach Powerbank-Brand an Bord umgeleitet – Behörde verbietet Modell
Ein IndiGo-Flug von Delhi nach Chennai musste nach einem Powerbank-Brand im Gepäckfach in Hyderabad landen. Laut Berichten blieben alle 191 Personen an Bord unverletzt.
Von Marcel

Ein IndiGo-Flug von Delhi nach Chennai ist am Sonntag umgeleitet worden, nachdem die Powerbank eines Passagiers in einem Gepäckfach über den Sitzen Feuer gefangen hatte. Wie der US-Sender CBS News unter Berufung auf die Airline berichtet, brachte die Crew die Lage schnell unter Kontrolle. Die Maschine landete demnach sicher am Rajiv Gandhi International Airport in Shamshabad bei Hyderabad.
Laut Quellen handelte es sich um den Flug 6E6115. Die Zeitung Herald Goa datiert den Vorfall auf den 11. Oktober und berichtet, dass alle 191 Personen an Bord unverletzt geblieben seien. Angaben zu Schäden am Flugzeug liegen bisher nicht vor.
Was ist über den Vorfall bekannt?
Nach den vorliegenden Informationen brach das Feuer im Handgepäckfach aus. Als mutmaßliche Ursache gilt der Lithium-Akku der Powerbank. Laut Airline konnte die Besatzung den Brand an Bord eindämmen, bevor das Flugzeug in Hyderabad landete.
Wie IndiGo mitteilte, verlief die Landung ohne weitere Zwischenfälle. Zu den genauen Umständen, etwa wie das Feuer gelöscht wurde, macht die Airline bislang keine detaillierten Angaben.
Welche Konsequenzen zieht die Luftfahrtbehörde?
Die indische Luftfahrtbehörde DGCA hat nach dem Vorfall reagiert. Laut der Zeitung Hindustan Times wies sie die Fluggesellschaften an, das Mitführen der Powerbank des Modells MOBIKINS MK-PB-04 auf Flügen von, nach und innerhalb Indiens zu unterbinden. Auch Gulf News berichtet von einem Schritt zum Verbot eines bestimmten Powerbank-Modells als Folge des Brandes.
Wie Herald Goa schreibt, folgt die behördliche Anordnung direkt auf die Umleitung des IndiGo-Flugs nach Hyderabad. Laut NDTV kehrte zudem ein weiterer IndiGo-Flug von Hyderabad nach Srinagar um, nachdem eine Powerbank im Gepäck gefunden worden war. Ob dort ein Zusammenhang mit dem verbotenen Modell besteht, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Warum sind Lithium-Akkus im Flugzeug gefährlich?
Lithium-Ionen-Akkus können in einen sogenannten thermischen Durchgang geraten, wenn sie beschädigt, überhitzt oder kurzgeschlossen werden. Dabei entsteht starke Hitze, und der Akku kann sich erneut entzünden, selbst wenn die Flammen bereits gelöscht scheinen.
In einer Flughöhe von rund 35.000 Fuß gibt es keine Feuerwehr, die zu Hilfe kommt. Die Besatzung muss einen Brand in der Druckkabine selbst unter Kontrolle bringen und zugleich die Sicherheit der Passagiere gewährleisten. Eine kleine Batterie kann so zu einem großen Problem werden.
Gab es zuletzt ähnliche Fälle?
Erst am 17. September musste der KLM-Flug KL735 über dem Atlantik umkehren, nachdem an Bord eine Powerbank Feuer gefangen hatte. Die Crew löschte den Brand, das Flugzeug wurde jedoch beschädigt.
In sozialen Netzwerken sorgten Videos solcher Vorfälle für Diskussionen: Zahlreiche Nutzer kritisierten, dass Passagiere die Szenen mit dem Handy filmten, statt zu helfen. Andere forderten, Powerbanks an Bord grundsätzlich zu verbieten oder spezielle Behälter zum Isolieren brennender Geräte vorzuschreiben. Offizielle Stellungnahmen zu diesen Vorschlägen liegen nicht vor.