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Madurai: Influencer-Familie muss nach Fake-Nachnahmebestellungen ausziehen
Ein Influencer aus Madurai bat zu Diwali um Süßigkeiten. Laut CNBC-TV18 folgten mehr als 500 gefälschte Nachnahmebestellungen. Die Familie hat ihr Haus verlassen.
Von MarcelAktualisiert:

Ein Influencer aus dem südindischen Madurai hat nach einer Flut gefälschter Nachnahmebestellungen mit seiner Familie die Wohnung verlassen. Seine Ehefrau sagte dem Sender CNBC-TV18, der Vermieter habe sie zum Auszug aufgefordert. Auslöser war laut indischen Medien eine Bitte um Süßigkeiten zum Lichterfest Diwali.
Bitte um eine Schachtel Süßigkeiten
Laut der tamilischen Zeitung Dinakaran veröffentlichte der Mann ein Video mit seiner Handynummer und seiner Adresse. Darin bat er um eine Süßigkeitenschachtel zu Diwali. Die Times of India berichtet ebenfalls, er habe Telefonnummer und Adresse öffentlich geteilt.
Daraufhin bestellten Nutzer laut Dinakaran Waren auf seinen Namen, die erst bei der Lieferung zu bezahlen waren. Lieferkräfte kamen dem Bericht zufolge mehr als vier Tage lang, bei Tag und bei Nacht. CNBC-TV18 spricht von mehr als 500 gefälschten Nachnahmebestellungen.
Fernseher, Kühlschränke und Waschmaschinen
Boten von Amazon und Flipkart brachten laut Times of India Kühlschränke, Waschmaschinen, Smartphones und Fernseher. Eine angebliche Fernsehbestellung trug laut Times of India einen Preis von 169.000 Rupien. Auch die Nachrichtenagentur PTI berichtete über diese Lieferungen.
Im Internet kursierten laut PTI zudem Screenshots angeblicher Nachnahmebestellungen von schwerem Gerät, darunter JCB-Bagger und Militärpanzer für 700 Millionen Rupien. Die Times of India bezeichnet diese Bestellungen als erfunden. Laut India Today behaupteten gefälschte Beiträge außerdem Bestellungen eines T-90-Panzers, eines Krankenwagens und einer Rakete.
Appell in Videos
Der Influencer bat laut India Today in Videos darum, die Streiche zu beenden. Innerhalb einer halben Stunde seien 15 Bestellungen eingegangen, sagte er demnach. Er habe kein Geld. In den Videos kündigte er laut India Today auch an, die Stadt zu verlassen.
Nachbarn bestätigten laut PTI, er sei nach Belästigungen durch Lieferpersonal ausgezogen. Auch der Times of India sagten Nachbarn, er habe die Wohnung verlassen.
Seine Ehefrau sagte CNBC-TV18 am 14. Oktober, die Familie habe das Haus bereits verlassen. Sie bat darum, keine weiteren Nachnahmebestellungen an die Adresse zu schicken.
Lieferkräfte verlieren Einnahmen
Die Fehlfahrten treffen auch die Boten. Lieferkräfte sagten CNBC-TV18, solche Touren senkten ihren Tagesverdienst von bis zu 1.500 auf 400 bis 500 Rupien.