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WeltPheriche, Nepal · Asien

Pheriche: Zwei Helikopter kollidieren bei Landung nahe Everest – ein Toter

Beim Landeanflug auf einen Landeplatz im nepalesischen Solukhumbu berührten sich die Rotoren. Ein Passagier aus Indien starb, drei Menschen wurden verletzt.

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Collage: Zwei Helikopter im Schnee vor Bergen, Menschengruppe daneben; unten stark beschädigtes rotes Wrack mit verbogenem Rotor
Bei der Kollision zweier Helikopter am Landeplatz Pheriche im nepalesischen Solukhumbu starb ein Passagier, drei Menschen wurden verletzt.

Am Hubschrauberlandeplatz von Pheriche in Nepal sind am Dienstag, 3. November, zwei Helikopter beim Landeanflug kollidiert. Ein Passagier starb, drei Menschen wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 8.11 Uhr Ortszeit am Trekkingweg zum Everest-Basislager.

Die beiden Maschinen setzten gleichzeitig zur Landung an, dabei berührten sich ihre Rotorblätter. Ein Video, das unter anderem der US-Bergführer Daniel Mazur auf der Plattform X verbreitete, zeigt, wie sich einer der Hubschrauber dreht und in einer Schneewolke aufsetzt. Trekkinggruppen, die mit ihrem Gepäck wenige Meter neben der Landefläche standen, laufen davon.

X @danielmazur

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Danach lagen beide Helikopter im Schnee, ein Feuer brach nicht aus. Beteiligt waren eine AS 350B3 der Gesellschaft Fishtail Air mit der Kennung 9N-AJR und eine Airbus H125 (AS 350) von Air Dynasty mit der Kennung 9N-AOD. Beide gelten als erheblich beschädigt.

Passagier aus Indien stirbt am Unfallort

Der Tote ist ein 47 Jahre alter Inder aus Chennai im Bundesstaat Tamil Nadu. Er saß als Passagier in der Fishtail-Maschine und starb am Unfallort. Nach Angaben der Polizei wurde seine Leiche in ein Krankenhaus in Lukla gebracht.

Der zweite Passagier, ein 49-jähriger neuseeländischer Staatsbürger indischer Herkunft, wurde mit einem anderen Hubschrauber in das Mediciti Hospital in Kathmandu geflogen. Auch beide Piloten wurden verletzt.

Die Fishtail-Maschine hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa einen Piloten und zwei Passagiere an Bord. Der Air-Dynasty-Helikopter soll nur Fracht geflogen haben.

Helikopter als Lebensader am Everest-Trek

Pheriche liegt im Distrikt Solukhumbu rund 150 Kilometer nordöstlich von Kathmandu, je nach Angabe auf etwa 4.200 bis 4.370 Metern Höhe. Der Ort am klassischen Everest-Trek zwischen Dingboche und Lobuche ist über keine Straße erreichbar. Helikopter bringen Fracht und Touristen und fliegen vor allem Rettungseinsätze, etwa bei Höhenkrankheit oder Erschöpfung. Der Herbst ist Hauptsaison.

Nepals Luftfahrt gilt seit Jahren als risikoreich: enge Täler, hoch gelegene Landeplätze, dichter Hubschrauberverkehr in der Saison und eine begrenzte Flugsicherung an kleinen Plätzen. Ob solche Faktoren beim Unfall in Pheriche eine Rolle spielten, soll die Untersuchung klären.

Behörde untersucht die Ursache

Die Ursache ist noch unklar. Die nepalesische Zivilluftfahrtbehörde CAAN untersucht den Fall. Zum Zeitpunkt des Unfalls war das Wetter klar.

In sozialen Netzwerken wird auch über fehlende Absprache zwischen den Piloten spekuliert; eine offizielle Feststellung dazu gibt es nicht. Einen Kontrollturm im klassischen Sinn hat der Landeplatz nicht.

Kaman Singh Thapa Magar, oberster Verwaltungsbeamter (Chief Development Officer) des Distrikts Solukhumbu, sagte der Zeitung Hindustan Times, es wirke wie ein technisches Problem. Polizeisprecher Abi Narayan Kafle erklärte, bei klarem Wetter müsse „etwas anderes“ die Ursache sein.

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