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WeltMiami, Florida · Amerika

Inés Gómez Mont in Miami festgenommen – FGR nennt Haftbefehl wegen Steuerbetrugs

Nach der Festnahme der mexikanischen Moderatorin Inés Gómez Mont in Miami ist offen, ob sie ausgeliefert oder abgeschoben wird. Mexiko sucht sie seit 2021.

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Frau in weißem Top und blauem Rock mit Handschellen und Fußfesseln steht zwischen zwei Männern in Westen mit „Police“-Aufdruck
Inés Gómez Mont in Handschellen und Fußfesseln zwischen zwei US-Polizisten: Sie wurde in Miami festgenommen, Mexiko wirft ihr Steuerbetrug vor.

Die mexikanische Schauspielerin und Fernsehmoderatorin Inés Gómez Mont ist am Freitag, 30. Oktober, in Miami im US-Bundesstaat Florida festgenommen worden. Das bestätigte die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft (FGR); sie wirft ihr in dem Haftbefehl, auf den sich die Festnahme bezieht, gleichgestellten Steuerbetrug (defraudación fiscal equiparada) vor.

Nach Angaben der Kriminalpolizei der FGR ging die Festnahme auf einen Informationsaustausch mit den USA zurück. Gegen Gómez Mont bestehe ein Haftbefehl wegen gleichgestellten Steuerbetrugs (defraudación fiscal equiparada) vom 29. Juni 2023. Dessen formale Registrierung stehe noch aus.

Auf einem Foto, das der Zeitung El Universal vorliegt und in sozialen Netzwerken verbreitet wurde, ist Gómez Mont in Handschellen und Ketten zu sehen. Zwei US-Polizisten halten sie an den Armen fest.

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Weg nach Mexiko noch offen

Ob die Festnahme auf ein Auslieferungsersuchen oder auf das Einwanderungsrecht gestützt war, ist unklar. US-Behörden äußerten sich laut der Nachrichtenagentur EFE zunächst nicht. Nach Angaben von Außenminister Roberto Velasco lehnten die USA im Mai den Auslieferungsantrag Mexikos gegen Gómez Montes Ehemann Víctor Á. ab, weil es sich nicht um Gewaltdelikte handle.

Neben einer Auslieferung kommt nach Einschätzung des Journalisten Luis Chaparro, den die Zeitung Milenio zitiert, auch eine Abschiebung in Betracht. Gegen Gómez Mont laufe in den USA ein Einwanderungsverfahren.

Vorwürfe wegen Scheinrechnungen

Im September 2021 erwirkte die FGR bei einem Bundesrichter einen ersten Haftbefehl gegen Gómez Mont: Sie soll Scheinfirmen zur Geldwäsche genutzt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Rechnungen fingiert zu haben, nachdem das Innenministerium (Segob) ihrem Ehemann Víctor Á. unter dem früheren Präsidenten Enrique Peña Nieto Aufträge ohne Ausschreibung erteilt hatte.

Der Vorwurf des Steuerbetrugs betrifft 6,6 Millionen Pesos: Gómez Mont soll für das Steuerjahr 2015 keine Einkommensteuer gezahlt haben. Der zweite Haftbefehl, gegen den sie 2024 den Amparo beantragte, stammt nach Angaben von El Universal von 2021. Im Juli 2024 beantragte sie gegen den entsprechenden Haftbefehl gerichtlichen Rechtsschutz (Amparo), den ein Bundesrichter verweigerte. Ihre Beschwerde gegen diese Entscheidung ließ ein Kollegialgericht zur Prüfung zu.

Sheinbaum nannte das Paar „Kriminelle“

Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte Gómez Mont und ihren Ehemann am 30. September als „bekannte Rechnungsfälscher“ und „Kriminelle“ bezeichnet. Anlass war, dass Interpol die internationale Fahndung (Red Notice) gegen beide aufgehoben hatte. Es gebe „alle erdenklichen Beweise“, dass die beiden Unternehmern gefälschte Rechnungen ausgestellt hätten, um Steuerzahlungen zu umgehen, sagte Sheinbaum.

Am 8. Oktober teilte Sheinbaum mit, die mexikanische Regierung habe die Wiederaufnahme der Interpol-Fahndung beantragt.

Gómez Monts Ehemann Víctor Á. war laut EFE bereits im September 2025 in Miami festgenommen worden. Seine nächste Anhörung ist für November angesetzt.

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