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Manuel Bandera überlebt Zugunglück bei Toledo: „Fühle mich wie neugeboren“
Manuel Bandera saß im verunglückten AVE nahe Urda und kam mit einer Rippenprellung davon. Beim Zusammenstoß zweier Züge starben mindestens 64 Menschen.
Von MarcelAktualisiert:

Der spanische Schauspieler Manuel Bandera hat das schwere Zugunglück bei Urda in der Provinz Toledo am Mittwoch, 28. Oktober, leicht verletzt überlebt. Er habe nur eine kleine Prellung an den Rippen, sagte der 65-Jährige im andalusischen Regionalsender Canal Sur. Bei dem Zusammenstoß zweier Züge auf der Strecke Madrid–Andalusien kamen nach bisherigem Stand mindestens 64 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
Bandera saß am Morgen im AVE, dem Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Staatsbahn, auf dem Weg von Madrid nach Sevilla. Dort wollte der aus Málaga stammende Schauspieler nach Angaben der Zeitung El Español die Sendung „La gran audición“ aufzeichnen. Der Zug stieß mit einem Zug des privaten Hochgeschwindigkeitsanbieters Iryo zusammen.
Die Radiosendung „Hoy por Hoy“ veröffentlichte auf X einen Beitrag zu dem Unglück.
„Die schrecklichste Erfahrung meines Lebens“
X @HoyPorHoy
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„Ich stehe unter Schock. Es ist die schrecklichste Erfahrung, die ich je gemacht habe“, sagte Bandera telefonisch in der Sendung „Hoy en día“ von Moderatorin Toñi Moreno bei Canal Sur. Er sei in Wagen 1 gereist, der normalerweise an der Spitze fahre, auf dieser Fahrt aber am Zugende gewesen sei. Nur deshalb habe er überlebt. „Ich fühle mich wie neugeboren“, sagte der Schauspieler.
Bandera schilderte eine heftige Vollbremsung, bei der er gegen den Sitz vor ihm geprallt sei und sich Gesicht und Rippen angeschlagen habe. Danach habe er gespürt, wie der Zug aus den Gleisen sprang, und gebetet, dass der Wagen nicht umkippe. Erst als der Zug stand, habe er gesehen, dass es einen Zusammenstoß mit dem Iryo-Zug gegeben habe. Ein Iryo-Wagen sei etwa 100 Meter weit geschleudert worden, sagte Bandera laut Hola der Zeitung SUR.
Sein Wagen sei glücklicherweise intakt geblieben, sagte der Schauspieler. Die Fahrgäste hätten ein Fenster eingeschlagen und seien so ins Freie gelangt. Draußen half Bandera nach eigenen Angaben einem jungen Mann.
Halt kurz vor dem Unglück
Rund eine halbe Stunde hinter Madrid habe der Zug fünf bis acht Minuten gestanden, berichtete Bandera. Der Lokführer habe per Durchsage erklärt, man warte wegen des Verkehrs auf der Strecke. Kurz nach der Weiterfahrt, nach fünf bis zehn Minuten, sei es zu dem Unglück gekommen. Bandera vermutete, dass etwas oder jemand grünes Licht gegeben habe, obwohl noch ein Iryo-Zug auf dem Gleis stand.
Die Unfallursache ist noch unklar. Nach Angaben des staatlichen Schienennetzbetreibers Adif fuhren die Züge zum Zeitpunkt des Unglücks wegen einer Störung des Zugsicherungssystems LZB nach Signalen an der Strecke (Bloqueo de Señalización Lateral, BSL).

