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WeltWashington · Amerika

Beatrice Keul wirft Donald Trump im Epstein-Bericht Vergewaltigung vor

Die frühere Vize-Miss Schweiz sagt in einem Bericht der US-Demokraten, Trump habe sie 1993 in New York vergewaltigt. Das Weiße Haus weist das zurück.

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Frau mit blonden Haaren, Spiegelsonnenbrille und pinkem Kleid lehnt lächelnd an der Reling eines Boots vor einem Kanal.
Ein Bericht der Demokraten im US-Repräsentantenhaus enthält Vergewaltigungsvorwürfe einer früheren Vize-Miss Schweiz gegen Donald Trump.

Das frühere Schweizer Model Beatrice Keul wirft US-Präsident Donald Trump erstmals öffentlich vor, sie vergewaltigt zu haben. Die Anschuldigung steht in einem Bericht der Demokraten im Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses, der am Montag, 26. Oktober, wenige Tage vor den Kongresswahlen veröffentlicht wurde.

Keul gibt in dem Bericht an, Trump habe sie im November 1993 in einer Suite des Plaza-Hotels in New York vergewaltigt. Die heute 56-Jährige stammt aus dem Kanton Bern und war 1992 Vize-Miss Schweiz. Trump, heute 80 Jahre alt, bestreitet die Vorwürfe.

Elf Frauen im Bericht der Demokraten

Der Bericht dokumentiert die Aussagen von elf Frauen. Fünf von ihnen, darunter Keul, werfen Trump Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe im Umfeld des später als Sexualstraftäter verurteilten Jeffrey Epstein vor. Keuls Abschnitt beruht nach Angaben des Berichts allein auf Gesprächen mit Mitarbeitern der Demokraten. Nach Angaben der Demokraten enthält der Bericht zudem Aussagen weiterer Teilnehmer des Schönheitswettbewerbs, an dem Keul damals teilnahm, die Teile ihrer Darstellung stützten.

Der Bericht stammt von der demokratischen Minderheit im Ausschuss. Er ist kein Gerichtsurteil, die Vorwürfe sind nicht bewiesen. Trump wurde im Zusammenhang mit Epstein nie angeklagt. Die Demokraten nennen ihn und den früheren Modelagenten Paolo Z. zudem als mögliche Mitverschwörer Epsteins.

Jamie Raskin, der ranghöchste Demokrat im Justizausschuss, erhob schwere Vorwürfe gegen die Regierung: „Trumps Justizministerium scheint diese Verbrechen zu vertuschen, um den Präsidenten zu schützen.“ Die Demokraten fordern einen unabhängigen Sonderermittler.

Keul begründet langes Zögern

Bereits früher hatte Keul der Schweizer Zeitung „Blick“ von dem mutmaßlichen Vorfall erzählt. Damals sagte sie, Trump habe sie geküsst und begrapscht; eine versuchte Vergewaltigung deutete sie nur an. Der „New York Times“ sagte sie wenig später, sie halte wegen anonymer Drohungen Einzelheiten zurück. Auf die Frage von „Blick“, ob sie Trump nun erstmals eine vollzogene Vergewaltigung vorwerfe, antwortete sie: „Öffentlich, ja.“

Mehrere Medien seien von Trump verklagt worden und hätten kein weiteres Risiko eingehen wollen, erklärte Keul gegenüber „Blick“. Einige hätten ihr gesagt, man müsse „sanft“ beginnen. Ihre Aussage sei „wegen Trumps Macht und Diktatur“ teilweise zensiert worden. Der Ausschuss sei nun bereit, „ein für alle Mal Transparenz zu schaffen“. Es gehe nicht nur um sie, sondern auch um „all die anderen Opfer, Überlebenden und Zeugen“.

Weißes Haus widerspricht, Keul plant Klagen

Das Weiße Haus wies die Anschuldigungen zurück. Sprecherin Lauren Bis nannte sie unwahr und den Bericht einen verzweifelten Ablenkungsversuch.

Keul hatte dem Sender SRF in einem früheren Gespräch gesagt, sie bereite gemeinsam mit anderen Betroffenen Sammelklagen gegen Trump vor.

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