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Fátima Báñez ist tot: Spaniens Ex-Ministerin stirbt bei Zugunglück bei Toledo
Die frühere Arbeitsministerin und Präsidentin der Fundación CEOE saß im verunglückten Iryo-Zug. Sie war auf dem Weg zu einer Unternehmerveranstaltung in Sevilla.
Von Marcel

Die frühere spanische Arbeitsministerin Fátima Báñez ist am Mittwoch, 28. Oktober, bei dem Zugunglück nahe Urda in der Provinz Toledo ums Leben gekommen. Der Tod der 59-Jährigen, die zuletzt die Fundación CEOE leitete, die Stiftung des spanischen Arbeitgeberverbands, wurde zuerst von El Debate gemeldet, das sich auf zwei Quellen vor Ort berief; ABC nannte Quellen der Partido Popular.
Báñez saß in dem verunglückten Zug des privaten Bahnbetreibers Iryo. Das hatte zuvor der Arbeitgeberverband CEOE mitgeteilt und sich besorgt über ihren Verbleib geäußert. Die Ex-Ministerin war auf dem Weg nach Sevilla. Dort wollte sie am Día de la Empresa (Tag des Unternehmens) des andalusischen Arbeitgeberverbands Confederación de Empresarios de Andalucía teilnehmen.
Unglück zwischen Urda und Los Yébenes
Nach Angaben von Verkehrsminister Óscar Puente ereignete sich das Unglück gegen 8.53 Uhr auf der Strecke zwischen Urda und Los Yébenes in der Region Kastilien-La Mancha. Beteiligt waren demnach der Hochgeschwindigkeitszug AVE 2080 und der Iryo-Zug 6076.
Zur Zahl der Opfer gibt es unterschiedliche Angaben: Semana nennt mehr als 50 Tote und 180 Verletzte, das Nachrichtenportal Vozpópuli mindestens 64 Tote. Die Ursache ist noch unklar.
Stundenlange Ungewissheit
Über das Schicksal der Ex-Ministerin herrschte nach dem Unglück mehrere Stunden lang Ungewissheit; ihr Ehemann reiste nach Angaben von Vozpópuli zur Unglücksstelle. Der Regierungschef von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, sagte im Radiosender Cope: „Was wir wissen, ist, dass sie im am stärksten betroffenen Wagen saß.“
García-Page mahnte zugleich zur Vorsicht. Bei solchen Katastrophen sei es bis zu einem gewissen Grad normal, dass Mobiltelefone nicht funktionierten. Zudem habe der Streckenabschnitt nicht die beste Netzabdeckung, was den Kontakt zu Überlebenden erschwere.
Nach der Bestätigung des Todes äußerte die CEOE ihre Bestürzung und sprach den Angehörigen ihr Beileid aus.
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Ministerin unter Rajoy
Báñez war von Dezember 2011 bis Juni 2018 in beiden Regierungen des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy Ministerin für Arbeit und soziale Sicherheit. Nach dem Misstrauensvotum, das Pedro Sánchez ins Amt brachte, zog sie sich aus der Politik zurück und wechselte in die Wirtschaft.
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Im Dezember 2019 wurde sie unabhängiges externes Mitglied im Verwaltungsrat des Unternehmens Laboratorios Rovi. Im April 2020 kam sie in den Stiftungsrat der Fundación CEOE, deren Präsidentin sie bis zu ihrem Tod war.

