UnterhaltungLos Angeles, Kalifornien · Amerika
Schauspieler Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben
Patrick Stewart starb am 28. Oktober mit 86 Jahren in Los Angeles. Seine Frau Sunny pflegte ihn; statt Blumen wird um Spenden für die Alzheimer-Forschung gebeten.
Von MarcelAktualisiert:

Der Schauspieler Patrick Stewart ist am Mittwoch, 28. Oktober, nach einer Alzheimer-Erkrankung und einer Lewy-Body-Demenz gestorben. Das teilte seine Sprecherin Kelly Bush Novak mit. Stewart, bekannt aus den Reihen „Star Trek“ und „X-Men“, wurde 86 Jahre alt.
Stewart starb nach Angaben seiner Vertretung in seinem Haus in Los Angeles. In einer Erklärung auf seinen Instagram- und Facebook-Seiten hieß es, er sei nach einer „kurzen und ergreifenden Reise“ mit beiden Erkrankungen gestorben. Eine einzelne unmittelbare Todesursache nannte die Mitteilung nicht.
Laut der Erklärung starb Stewart in der Obhut seiner Frau Sunny und „in der warmen Umarmung von Freunden und Familie“. Er sei „umgeben von Livemusik, Gebeten, Tränen und Lachen“ gewesen.
Die Erklärung würdigte seine jahrzehntelange Schauspielkarriere und sein langjähriges Engagement für wohltätige Zwecke. Statt Blumen wird um Spenden für den Fonds des Johns Hopkins Alzheimer's Disease Research Center und für die Caregiver Resources der Alzheimer's Foundation of America gebeten.
Diagnosen erst kurz zuvor gestellt
Wann die Diagnosen gestellt wurden, ist nicht bekannt. Stewart hatte seine Diagnosen zuvor nicht öffentlich gemacht.
Die Lewy-Body-Demenz, auch Lewy-Körperchen-Demenz genannt, ist seltener als Alzheimer. Bei dieser Erkrankung bilden sich krankhafte Eiweißablagerungen in Nervenzellen des Gehirns. Typisch sind Störungen der Aufmerksamkeit, Bewegungsprobleme und Sinnestäuschungen.
Sechs Jahrzehnte auf Bühne und Leinwand
Stewart wurde 1966 Mitglied der Royal Shakespeare Company; seine Schauspielkarriere hatte er schon 1959 begonnen. 1971 gab er sein Broadway-Debüt in „Ein Sommernachtstraum“ („A Midsummer Night's Dream“). Weltweit bekannt wurde er als Captain Picard in „Star Trek“ und als Professor X in den „X-Men“-Filmen.
2023 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel „Making It So“. Stewart gewann einen Grammy und zwei Olivier Awards für seine Theaterarbeit. Für den Emmy war er viermal nominiert, für den Golden Globe dreimal.


