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WeltUrda, Provinz Toledo · Europa

Zugunglück von Urda: Spanischer TV-Reporter Raúl Triguero ist tot

Raúl Triguero saß im Schnellzug nach Sevilla, um für Telecinco ein Interview zu führen. Nach zwei Tagen Ungewissheit bestätigte sein Umfeld den Tod.

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Eine brennende Kerze auf einem Holztisch, dahinter leere Bahngleise in der Abenddämmerung
Symbolbild (KI-generiert) · Mundivio / OpenAI

Der spanische Fernsehreporter Raúl Triguero ist bei dem Zugunglück von Urda in der Provinz Toledo ums Leben gekommen. Sein engstes Umfeld bestätigte den Tod am Freitag, 30. Oktober, gegenüber der Zeitung El Confidencial. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge waren dort am Mittwoch, 28. Oktober, zusammengestoßen.

Triguero war beruflich von Madrid nach Sevilla unterwegs. Für das Telecinco-Magazin „¡De viernes!“ sollte er Amador Mohedano interviewen, den Bruder der 2006 gestorbenen Sängerin Rocío Jurado und Ex-Mann von Rosa Benito. Anlass waren Aussagen Benitos in der Realityshow „Supervivientes All Stars 3“. Laut El Confidencial saß Triguero im Wagen acht des AVE. In Sevilla sollte ihn ein Kameramann des Teams abholen.

Zwei Tage Ungewissheit

Nach dem Unglück riss der Kontakt zu Triguero ab, noch am Mittwoch galt er als vermisst. Auch am Donnerstag stand sein Name nicht unter den bestätigten Todesopfern. „Wir wissen weiterhin nichts von ihm. Es ist furchtbar“, sagten Personen aus seinem Umfeld der Zeitschrift Lecturas.

Die Zeitung El Debate, die Trigueros Alter mit 43 Jahren angibt, berichtete, der „¡De viernes!“-Moderator Santi Acosta sei an die Unglücksstelle und ins Universitätskrankenhaus von Toledo gefahren, um etwas über Triguero zu erfahren.

Die Behörden haben bislang nur wenige Opfer identifiziert. Das Datenzentrum der Einsatzleitung (Centro Integrado de Datos) hatte bis Freitagvormittag fünf Identifizierungen an Familien gemeldet, ohne Namen zu nennen.

Auffahrunfall auf der Strecke Madrid–Sevilla

Das Unglück ereignete sich kurz vor 9 Uhr auf der Schnellfahrstrecke Madrid–Sevilla bei Urda. Ein AVE der Staatsbahn Renfe fuhr auf einen Zug des Betreibers Iryo auf, der nach einem Ausfall des Zugsicherungssystems LZB stand. Beide Züge waren von Madrid-Atocha nach Sevilla-Santa Justa unterwegs, mit zusammen knapp 550 Menschen an Bord. Mehrere Wagen entgleisten, einige brannten aus.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums prallte der AVE mit rund 200 Kilometern pro Stunde auf. Bei einem Ausfall des Systems wäre Fahren auf Sicht mit etwa 40 Kilometern pro Stunde vorgesehen gewesen. Verkehrsminister Óscar Puente nannte eine Entscheidung der Leitstelle in Atocha „unerklärlich“. Justiz und Fachleute untersuchen den Unfall, die Ursache ist noch nicht geklärt.

Das Datenzentrum zählte am Freitag 69 Tote. Die Zahl der Verletzten lag nach Angaben vom Donnerstag je nach Stand zwischen 107 und fast 200. Der Präsident der Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, hatte bereits am Donnerstag gesagt, die Zahl der Toten könne bei der Bergung der Wagen steigen. Unter den Toten ist auch die frühere Arbeitsministerin Fátima Báñez, wie der Arbeitgeberverband CEOE bestätigte. Es ist das zweite tödliche Hochgeschwindigkeitsunglück in Spanien im Jahr 2026, etwa neun Monate nach dem Unglück von Adamuz.

Langjähriges Gesicht von „Sálvame“

Triguero studierte Journalismus und audiovisuelle Kommunikation. Er arbeitete zunächst hinter der Kamera, später als Reporter auf der Straße. 2013 kam er als Redakteur und Reporter zur Telecinco-Sendung „Sálvame“ und blieb bis zu deren Absetzung im Juni 2023. Dort berichtete er live, von roten Teppichen und mit Exklusivinterviews aus der Welt der Prominenten.

Danach wechselte er zum Team von „¡De viernes!“, das Mandarina Producciones für Telecinco produziert und das Acosta und Beatriz Archidona moderieren. Dort war er für Enthüllungen, Recherchen und die wichtigen Interviews der Woche zuständig.

Kollegen reagierten in sozialen Netzwerken bestürzt. Miguel Frigenti schrieb über Triguero: „Ein großartiger Kollege, einfühlsam, freundlich und immer ein guter Ratgeber. Ein wunderbarer Mensch, den ich nicht vergessen werde.“

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