Festnahme in Uganda: Mann soll 38 Menschen getötet und teils gegessen haben
Der Verdächtige soll in 15 Jahren 38 Menschen getötet und teils gegessen haben. Armeechef Kainerugaba kündigte einen öffentlichen Prozess und die Hinrichtung an.
Von Marcel

In Uganda haben Sicherheitskräfte einen Mann festgenommen, der in 15 Jahren 38 Menschen getötet und Teile von ihnen gegessen haben soll. Armeechef Muhoozi Kainerugaba gab die Festnahme am Montag, 26. Oktober, auf der Plattform X bekannt.
Der 52-jährige General Kainerugaba schrieb, er freue sich, die Mitbürger über die Festnahme des „bösen“ Moses M. zu informieren. Kainerugaba veröffentlichte dazu ein Foto des Verdächtigen in Handschellen.
X @mkainerugaba
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Vorwürfe reichen bis 2010 zurück
Nach Angaben der Zeitung Daily Monitor wird dem Mann vorgeworfen, zwischen 2010 und 2025 in den Distrikten Masaka, Ibanda und Kazo 38 Menschen getötet und gegessen zu haben. Zeit, Ort und Umstände der Festnahme nannte Kainerugaba demnach nicht. Der Verdächtige sei bereits 2009 und danach mehrfach festgenommen worden, habe aber fliehen können oder sei wieder freigekommen.
Der Mann soll nachts in Häuser eingebrochen sein und seine Opfer mit einer Machete angegriffen haben. Frauen soll er mit dem Versprechen einer Beziehung angelockt haben. Die Opfer verschwanden spurlos.
Die Behörden gehen davon aus, dass er Komplizen hatte. Mit ihnen soll er 2013 das Haus eines Pastors überfallen haben, nach Angaben des Daily Monitor im Distrikt Rakai. Der Geistliche, seine Frau und sieben weitere Angehörige wurden getötet.
Anklage nach Tötung einer Frau in Masaka
Am 28. September wurde in Masaka eine Frau getötet. Im Zuge der Ermittlungen erschienen am 16. Oktober zwei Männer, Fred M. und Huzairuh K., vor einem Magistrat in Masaka. Laut Pulse Uganda lautet die Anklage auf Mord und Menschenhandel, beide sind bis zum 5. November in Untersuchungshaft. Bei der Tat soll es sich um einen Ritualmord gehandelt haben.
Das Nachrichtenportal Chimp Reports nennt Fred M. auch unter dem Namen Kulaish K. Bei ihm seien Beweismittel sichergestellt worden, geprüft werde, ob er Körperteile gegessen habe. Ob dieses Verfahren direkt mit den Vorwürfen gegen Moses M. zusammenhängt und ob wegen aller 38 Tötungen Anklage erhoben wurde, ist nicht geklärt.
Ermittler prüfen weitere Vermisstenfälle
Die Ermittler prüfen weitere Vermisstenfälle aus den betroffenen Regionen. Laut Chimp Reports hat die Armeeführung bislang keine Aufschlüsselung der 38 mutmaßlichen Opfer, keine forensischen Befunde und keine Belege für den Verzehr von Leichenteilen vorgelegt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen; bis zu einem Urteil gelten die Vorwürfe als unbewiesen.
Kainerugaba zeigte sich überzeugt, dass der Festgenommene bestraft wird: „Wir werden ihn öffentlich vor Gericht stellen und ihn definitiv hinrichten.“



