UnterhaltungOahu, Hawaii · Ozeanien
Miss Aloha Hula 2005: Tänzerin Maile Emily Francisco mit 45 gestorben
Die Siegerin des renommierten Hula-Wettbewerbs starb am Sonntag in einem Krankenhaus auf Oahu. Eine Todesursache wurde zunächst nicht genannt.
Von Marcel

Die Hula-Tänzerin Maile Emily Francisco, die 2005 den Titel Miss Aloha Hula gewann, ist tot. Sie starb am Sonntagmorgen, 25. Oktober, im Alter von 45 Jahren im Kaiser Permanente Moanalua Medical Center auf der Insel Oahu, wie ihre Familie in einer Erklärung mitteilte. Eine Todesursache nannte die Familie zunächst nicht.
Ihr Bruder Kapua Francisco, selbst Kumu Hula, also Hula-Lehrer, würdigte sie gegenüber Hawaii News Now als „den schönsten Menschen, die schönste Seele und die schönste Hula-Tänzerin“. Francisco hinterlässt zwei Söhne.
Sieg beim Merrie Monarch Festival in Hilo
Den Titel Miss Aloha Hula gewann Francisco 2005 beim 42. Merrie Monarch Festival in Hilo. Sie trat für die Hula-Schule Hālau Nā Mamo O Puʻuanahulu von Kumu Hula Sonny Ching an. So führt sie auch die offizielle Siegerliste des Festivals. Das Festival auf der Insel Hawaii gilt als wichtigster Hula-Wettbewerb, Miss Aloha Hula ist der Titel der Solo-Konkurrenz der Frauen.
Nach Angaben ihres Bruders lernte Francisco Hula schon als Mädchen an einer traditionellen Schule bei Kumu Hula Leimomi Ho, an der Kealiʻikaʻapunihonua Keʻena Aʻo Hula. Später setzte sie ihre Ausbildung bei Ching fort. Nach ihrem Sieg tanzte sie gemeinsam mit ihrem Bruder bei Hālau Nā Mamo O Ka Liko Maile O Kohala.
„So ziemlich mein Leben“
Francisco wuchs in einer Familie auf, die tief in der hawaiischen Kultur und im Hula verwurzelt war. Das schrieb der Honolulu Star-Bulletin 2004 in einem Porträt. Demnach kam sie mit 13 Jahren zu ihrer Hula-Schule.
„Ich tanze Hula, seit ich vier bin, das ist also so ziemlich mein Leben“, sagte sie der Zeitung damals. Daneben koche sie gern und singe im Freundeskreis.
Freunde und Angehörige würdigten sie als hingebungsvolle Mutter, geliebte Schwester und begnadete Tänzerin. „Mein Herz bricht, jetzt, wo du fort bist“, schrieb eine Freundin auf Facebook.


