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Erstickungsgerät LifeSaveAir und LifeVac kaufen
Drei Dortmunder Gründer wollen im Staffelfinale der Vox-Show 100.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firma. Auslöser für die Erfindung war ein Notfall in der eigenen Familie.
Von Marcel

Das Dortmunder Start-up LifeSaveAir stellt im Staffelfinale von „Die Höhle der Löwen“ ein Erste-Hilfe-Gerät für lebensgefährliche Atemwegsblockaden vor. VOX zeigt die Folge am Montag, 26. Oktober, ab 20.15 Uhr. Beim Streamingdienst RTL+ ist sie seit dem 19. Oktober abrufbar.
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Nabil Chehade (46) und seine Cousins Aiman (32) und Jusef Chehade (31) bieten den Investoren zehn Prozent der Firmenanteile für 100.000 Euro an. In der Jury sitzen Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen. Hinter der Marke steht die Jespira GmbH aus Dortmund. Ob die Gründer einen Deal erhalten, zeigt die Sendung.
Notfall mit einer Erdbeere als Auslöser
Die Idee geht auf ein Erlebnis vor rund sechs Jahren zurück. Nabil Chehades damals elfjähriger Sohn verschluckte sich zu Hause an einer Erdbeere und bekam keine Luft mehr. Seine Frau versuchte nach Unternehmensangaben, die Blockade mit Rückenschlägen zu lösen. Nach mehreren Versuchen löste sich die Erdbeere. „Mama, du hast mir das Leben gerettet“, habe der Junge danach gesagt.
„Diesen Moment, diesen Blick voller Panik, den werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, sagt Chehade in der Sendung. Er selbst habe wie erstarrt danebengestanden. Im Pitch tritt auch der heute 17-jährige Sohn auf: „Ja, das war schon traumatisch. Ich wusste nicht, was ich machen soll und zum Glück hat meine Mutter schnell reagiert.“
Investor Dümmel erzählt in der Folge, wie sich sein eigener Sohn einst an einem Schokobonbon verschluckte und er eingreifen musste.
Manuelles Gerät für Kinder und Erwachsene
Nach dem Vorfall entwickelte Chehade erste Entwürfe und Prototypen, später gründete er mit seinen Cousins das Unternehmen. Entwicklung und Zulassung dauerten insgesamt rund vier bis viereinhalb Jahre.
Das Gerät erzeugt über eine Maske einen Saugdruck, der den Fremdkörper aus den Atemwegen lösen soll. Es arbeitet nach Herstellerangaben rein mechanisch, ohne Strom oder Batterie, und ist für Laien gedacht. Zum Set gehören drei Einwegmasken in verschiedenen Größen, geeignet für Personen ab zehn Kilogramm. Entwickelt und produziert werde es in Deutschland.
Der Hersteller bewirbt LifeSaveAir ausdrücklich als Ergänzung, nicht als Ersatz der Ersten Hilfe. Zuerst sollen Helfer den Notruf 112 wählen, bis zu fünf Rückenschläge geben und danach bis zu fünfmal den Heimlich-Handgriff anwenden. Das Gerät sei für den Fall gedacht, dass diese Maßnahmen erfolglos bleiben oder nicht angewendet werden können. Regulär kostet es 79 Euro, im Onlineshop bietet das Unternehmen es in einer Aktion zur Sendung für 69 Euro an.
Ansatz in der Notfallmedizin umstritten
Vergleichbare Absauggeräte gibt es bereits, etwa LifeVac aus den USA. Erfunden hat es laut einem Beitrag auf der Website der „Los Angeles Times“ Arthur Lih. Im niederösterreichischen Rastenfeld erhielt ein Kindergarten laut dem Portal austria.com ein Notfallgerät gegen Ersticken.
Laut dem Portal Gruenderfreunde.de sind solche Absauggeräte in der Notfallmedizin umstritten. Belastbare Studien am Menschen, die ihre Wirksamkeit belegen, fehlen demnach bislang.