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Allpacka One: Leipziger Start-up wirbt im TV um Investoren für Lastenbox
Das Leipziger Start-up Allpacka bietet am Montag in einer deutschen TV-Gründershow 10 Prozent seiner Anteile für 250.000 Euro an. Seine Klappbox macht fast jedes Fahrrad zum Lastenrad.
Von Marcel

Das Leipziger Start-up Allpacka GmbH präsentiert seine faltbare Fahrradbox Allpacka One am Montag, 26. Oktober, in der deutschen Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“. Die Gründer bieten Investoren 10 Prozent der Firmenanteile für 250.000 Euro an. Die Folge läuft laut Firmen-Shop um 20.15 Uhr beim Sender VOX und ist auf der Streamingplattform RTL+ verfügbar.
Beim Abspielen wird das Video von YouTube geladen; dabei werden Daten an YouTube übertragen.
In der Sendung stellen Gründerinnen und Gründer ihre Geschäftsideen vor und werben um Kapital erfahrener Investoren. International ist das Format unter Namen wie „Shark Tank“ oder „Dragons' Den“ bekannt. In der deutschen Ausgabe sitzen in dieser Folge Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Johannes Kliesch.
Die Allpacka Lastenbox soll nahezu jedes Fahrrad in Sekunden in ein Lastenrad verwandeln. Sie wird am Gepäckträger befestigt und bietet ausgeklappt 30 Liter Stauraum bei einer Traglast von bis zu 20 Kilogramm. Gedacht ist die Box für Einkäufe, Pakete oder die Getränkekiste. Wird sie nicht gebraucht, lässt sie sich flach zusammenklappen; Fahrradtaschen können weiter genutzt werden.
Lastenbox fürs Fahrrad mit Klappmechanismus
Die nutzbare Grundfläche beträgt nach Herstellerangaben 50 mal 31 Zentimeter. Die Box darf etwa acht Zentimeter über den Gepäckträger hinausragen, für Gepäckträger am Vorderrad ist sie nicht geeignet. Die zulässige Last des jeweiligen Gepäckträgers darf nicht überschritten werden, betont das Unternehmen.
Ursprünglich wurde die Allpacka Box fest mit dem Gepäckträger verschraubt. Inzwischen bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Klickadapter und Montagesets für verschiedene Schnellwechselsysteme an. Der Klappmechanismus ist laut den Gründern in Deutschland patentiert.
Nicht jedes Rad passt ohne Weiteres: Ein Unterstützer aus den Niederlanden schrieb auf Kickstarter, bei seinem E-Bike sei der Abstand zwischen Gepäckträger und Akku zu klein für die Halterungen. Er wolle versuchen, das Problem mit einem Adapter zu lösen, mit dem die Box laut Allpacka kompatibel ist.
Idee entstand auf dem Heimweg von der Uni
Hinter der Allpacka GmbH stehen Jonathan Vincentz und Lukas Ludwig, beide 29 Jahre alt. Das Gründerportal Gründerfreunde nennt zudem Daniela Weiß als dritte Gründerin. Die Idee kam Ludwig auf dem Heimweg von der Universität, als er Mühe hatte, seinen Einkauf mit dem Fahrrad zu transportieren.
„Wir haben uns gedacht, es muss doch eine Lösung geben fürs Fahrrad, die flexibel ist“, sagen die Gründer. Zwei Jahre lang entwickelten sie die Box, zunächst in Ludwigs WG-Zimmer. Dort musste morgens erst das Bett hochgeklappt werden, um Platz zum Arbeiten zu schaffen.
Bei der Fernsehshow geht es den Gründern nach eigenen Angaben um mehr als Geld. Sie suchen Partner, um aus ihrer Idee eine große Marke für Fahrradfans zu machen und so mehr Menschen den Alltag auf dem Rad zu erleichtern.
Serienproduktion nach Kickstarter-Kampagne
Die Allpacka Fahrradbox startete als Projekt auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Inzwischen läuft nach Angaben der Gründer die Serienproduktion, die Box wird ausgeliefert. Gründerfreunde zufolge sind bereits mehr als 1.000 Boxen verschickt. Unterstützer der Kampagne sollen laut Unternehmen zusätzlich ein kostenloses Akku-Rücklicht erhalten.
Auf Kickstarter beklagten einige Unterstützer unklare Liefertermine. Das Team entschuldigte sich dort für die späte Rückmeldung und veröffentlichte einen Versandplan. Mehrere Käufer lobten nach Erhalt die Verarbeitung der Box.
Wer die Allpacka One kaufen möchte, findet sie im Online-Shop des Unternehmens. Der Preis der Allpacka One beginnt dort bei 169,95 Euro. Neue Bestellungen werden nach Angaben der Gründer ab dem 12. November ausgeliefert.