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Jesús de Miguel gestorben: Polizei ermittelt gegen Andorra-Torwart
Der 30-jährige Stürmer des CD Tenerife erlitt nach einem Zusammenprall einen Herzstillstand. Der Oberstaatsanwalt hält ein Strafverfahren für „sehr schwierig“.
Von Marcel
Der Fußballprofi Jesús de Miguel vom CD Tenerife ist am Dienstag, 3. November, an den Folgen eines Zusammenpralls während eines Spiels gestorben. Der 30 Jahre alte Stürmer hatte am Montag in einem Spiel der zweiten spanischen Liga (Segunda División) nach einer Kollision mit Andorra-Torwart Jesús Owono einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten.
De Miguel starb am Dienstag um 8:00 Uhr auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Nuestra Señora de Candelaria auf Teneriffa, wie der CD Tenerife mitteilte. Der CD Tenerife gab den Tod am Dienstagmorgen bekannt. De Miguel war Vater einer Tochter.
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Polizei prüft fahrlässige Tötung
Die spanische Nationalpolizei (Policía Nacional) hat Ermittlungen wegen möglicher fahrlässiger Tötung (homicidio imprudente) gegen Owono aufgenommen. Die Ermittlungen stehen bereits unter gerichtlicher Aufsicht, bestätigten Polizeiquellen der Provinzkommissariate der Nachrichtenagentur EFE. Zuständig sei die Abteilung für Tötungsdelikte.
Das Obergericht der Kanarischen Inseln (Tribunal Superior de Justicia de Canarias) erklärte, jeder Tod ohne natürliche Ursache müsse von Amts wegen gerichtlich untersucht werden. Die Aufnahme der Ermittlungen bedeutet keine Feststellung einer Schuld. Eine richterliche Entscheidung, die Owono eine Straftat zuschreibt, gibt es bislang nicht.
Der Oberstaatsanwalt von Santa Cruz de Tenerife, José Luis Sánchez-Jáuregui, hält ein Strafverfahren gegen den Torwart für „sehr schwierig“, wie EFE berichtete. Zunächst müsse das Sportdisziplinarkomitee entscheiden, ob es sich um gefährliches Spiel gehandelt habe. Er begründete das damit, dass sich der Zusammenprall während einer Spielaktion ereignete.
Platzverweis und Reaktion aus Andorra
Owono war laut Spielbericht für die Aktion des Platzes verwiesen worden.
Der Torwart sei tief betroffen und wolle zunächst privat Kontakt zur Familie des Verstorbenen aufnehmen, berichtete die Zeitung Diari d'Andorra.
Der spanische Fußballverband sagte Spiele des Pokalwettbewerbs Copa del Rey ab. Die Familie will den Leichnam von Jesús de Miguel für die Beerdigung nach Navahermosa in der Provinz Toledo auf das spanische Festland überführen lassen.

