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Technik

Mac mini mit M6: Einstieg laut Test 100 Euro teurer, SSD wieder verlötet

Apples Mac mini mit M6-Chip übertrifft im Test frühere Pro-Modelle, kostet aber deutlich mehr als sein Vorgänger. Den SSD-Speicher hat Apple wieder fest verlötet.

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Eine Person in dunklem Oberteil hält einen kleinen, silberfarbenen Computer mit Apple-Logo vor weißem Hintergrund.
Der neue M6 Mac mini bietet schon in der Basisversion mehr Leistung als ein M1 Max, startet wegen der Speicherkrise aber bei 1049 Euro.

Apples neuer Mac mini mit M6-Chip kostet in der Grundausstattung 1.049 Euro und damit 100 Euro mehr als zuletzt das günstigste Modell mit M4-Chip. Das berichtet ein deutschsprachiger Tech-Youtuber, der das Basismodell für ein Testvideo gekauft hat. Den Preisanstieg führt er auf die Speicherkrise zurück. Seine Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube geladen; dabei werden Daten an YouTube übertragen.

Der Vorgänger war nach seinen Angaben für 699 Euro auf den Markt gekommen und mit Studentenrabatt oder im Handel teils für rund 500 Euro zu haben. Im Mai 2026 habe Apple die Basiskonfiguration gestrichen, das günstigste Modell mit 512 GB habe danach 949 Euro gekostet. Das neue Einstiegsmodell habe trotz des höheren Preises wieder nur 256 GB SSD-Speicher. „Das Ding bricht mir das Herz“, sagte der Youtuber – nicht, weil es kein guter Computer sei.

Erster Apple-Chip im Zwei-Nanometer-Verfahren

Der M6 ist dem Test zufolge Apples erster Chip im Zwei-Nanometer-Verfahren, der M5 Pro basiert noch auf drei Nanometern. Im Geekbench-Einkerntest erreichte der M6 mehr als 4.000 Punkte und lag damit vor dem deutlich teureren Mac Studio mit M5 Ultra. Bei der Mehrkernleistung sei er mehr als 35 Prozent schneller als der M4 und übertreffe den M4 Pro sowie den M1 Max.

Die Neural Engine für KI-Aufgaben hat Apple auf 32 Kerne verdoppelt, sie erreicht laut dem Test mehr als 130 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TOPS). In Final Cut Pro bearbeitete der M6 eine Minute 4K-Video mit der magnetischen Maske in 54 Sekunden, der M5 Ultra brauchte eine Minute und 14 Sekunden. Bei der lokalen Bildgenerierung über die Grafikeinheit benötigte der M6 dagegen eine Minute und 52 Sekunden, der M5 Ultra 26 Sekunden.

Das Gehäuse ist mit 12,7 Zentimetern Kantenlänge und fünf Zentimetern Höhe unverändert. Neu sind ein N1-Chip für Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 sowie ein Ethernet-Anschluss mit 2,5 Gbit/s in der Grundausstattung. Die drei Thunderbolt-Anschlüsse unterstützen beim M6 nur Thunderbolt 4, beim M5 Pro Thunderbolt 5.

Fest verlöteter Speicher statt Modulen

Der M6 lässt sich mit höchstens 32 GB Arbeitsspeicher und 2 TB SSD konfigurieren, das Modell mit M5 Pro mit bis zu 64 GB und 8 TB. Das 2-TB-Upgrade mache den Mac mini mehr als doppelt so teuer, sagte der Youtuber.

Beim M4-Modell hatte Apple austauschbare SSD-Module eingeführt, allerdings mit eigenem Stecker. Beim M6 ist die SSD wieder fest auf der Hauptplatine verlötet. Der Youtuber nannte das einen „absolut tragischen Rückschritt“, der Apples Nachhaltigkeitszielen widerspreche.

Nach seinen Angaben nutzt Apple beim M6-Modell zudem keine CO2-Kompensationsprojekte mehr, um rechnerisch auf netto null Emissionen zu kommen. Die Produktionsemissionen des Basismodells seien von 32 Kilogramm beim M4 auf 30 Kilogramm gesunken. Angesichts der Preise forderte der Youtuber einen günstigeren Einsteiger-Mac, etwa mit einem iPhone-Chip im Gehäuse des Mac mini.

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