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WeltPirituba, São Paulo · Amerika

São Paulo: Polizist nach tödlichem Schuss vorläufig freigelassen

Bei einem Einsatz in São Paulo hat ein Militärpolizist eine 32-Jährige erschossen, die laut Polizei ein Messer trug. Der Beamte ist laut G1 vorläufig auf freiem Fuß.

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Dreiteilige Videostandbilder: Polizisten und eine Frau auf einer Straße, dann liegt die Frau regungslos auf dem Asphalt.

Bei einem Einsatz in São Paulo hat ein Militärpolizist am 15. Oktober 2026 eine 32 Jahre alte Frau erschossen. Laut Polizeiangaben trug sie ein Messer und ging auf Beamte zu. Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Pirituba.

Ex-Partner suchte Hilfe bei Polizisten

Die Beziehung war laut Polizei etwa fünf Monate zuvor beendet worden. Die Frau soll die Trennung nicht akzeptiert haben. Ihr Ex-Partner floh und bat Polizisten der ROCAM um Hilfe, die in der Nähe waren. Auch Anwohner und seine Mutter meldeten eine Frau mit einem Messer, die Menschen bedrohte.

Der Ex-Partner sagte laut Metrópoles bei der Zivilpolizei aus, die Frau sei gekommen, um ihn zu töten. Zuvor soll sie einen seiner Mitarbeiter geohrfeigt haben.

Schuss nach mehrfacher Aufforderung

Die Polizisten forderten die Frau laut Polizeiangaben mehrfach auf, das Messer fallen zu lassen: „Larga a faca!“ Sie antwortete „Não largo“ („Ich lasse nicht los“) und ging weiter auf die Beamten zu. Ein Beamter schoss. Laut Metrópoles traf sie ein einziger Schuss. Die Frau starb am Ort des Geschehens.

Die Polizei sprach von einem möglichen psychischen Ausnahmezustand, einem sogenannten „surto“. Eine Tante der Frau gab laut CNN Brasil keine psychiatrische Diagnose an.

Zivilpolizei hält Einsatz für unverhältnismäßig

Die Zivilpolizei kritisiert den Einsatz tödlicher Gewalt als unverhältnismäßig. Laut CNN Brasil stellte sie fest, die eingesetzten Mittel seien weder notwendig noch maßvoll gewesen. Sie verwarf zudem die Notwehrthese.

Ermittlungsleiter João Pedro Murgolo bewertete den Schuss laut G1 als unverhältnismäßig. Im Moment des Schusses sei keine Angriffsbewegung erkennbar gewesen.

Richter gewährt vorläufige Freiheit mit Auflagen

Der Militärpolizist André C. war nach dem Schuss wegen Tötung festgenommen worden, so Metrópoles. Am 16. Oktober gewährte ihm Richter Lucas Bannwart Pereira laut G1 vorläufige Freiheit mit Auflagen. Die Ermittlungen laufen noch.

Frühere Polizeieinträge der Frau

Laut vorläufigen Angaben gab es frühere Polizeieinträge wegen Drohungen, Körperverletzung und häuslicher Gewalt. Die Frau war dabei teils Täterin, teils Opfer. Sie hinterließ zwei kleine Töchter.

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