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Bogotá: Reporter entgeht live zwei Handydieben auf Fahrrädern
Zwei Radfahrer wollten Miguel Ángel Peñaranda von Noticias Uno in Bogotá während einer Live-Schalte das Handy entreißen. Der Reporter wich aus und sendete weiter.
Von Marcel

In Bogotá haben zwei Männer auf Fahrrädern am Mittwoch, 21. Oktober, versucht, einem Fernsehreporter während einer Live-Übertragung das Handy zu entreißen. Der Reporter Miguel Ángel Peñaranda wich beiden Versuchen gegen 22.19 Uhr Ortszeit aus, behielt das Gerät und setzte die Sendung fort.
Peñaranda arbeitet für die Nachrichtensendung Noticias Uno und das Programm „El Reporte Coronell“. Er stand nachts an einer beleuchteten Straße und hielt das Mikrofon mit dem Logo von Noticias Uno in der einen und sein Handy in der anderen Hand. Der erste Radfahrer fuhr dicht an ihm vorbei und griff nach dem Telefon. Sekunden später versuchte es ein zweiter Mann erneut.
„Uff, da ist ein Herr vorbeigefahren und hätte mir fast das Handy abgenommen. Schauen Sie, zwei“, sagte Peñaranda noch während der Live-Sendung. In der Aufnahme blickt er mehrmals zur Seite. Nach Angaben von Noticias Uno wurde nichts gestohlen, der Reporter blieb unverletzt.
Kollegen bestätigen den Vorfall live
Jhonathan Taborda Carmona, Moderator und Produzent bei Noticias Uno, schilderte den Zuschauern das Geschehen: „Sie versuchen mehrmals, ihn zu bestehlen. Zweimal wollten sie ihm das Handy entreißen.“ Der Journalist und Berater Yezid Daniel Baquero riet Peñaranda, sich zu einer nahegelegenen Pförtnerloge zu begeben, um von dort sicherer weiterzuarbeiten.
In der Sendung, an der auch Daniel Coronell beteiligt war, ging es zu diesem Zeitpunkt um Aussagen von Víctor de Currea-Lugo über Salvatore Mancuso. Noticias Uno veröffentlichte das Video am 22. Oktober auf seinem offiziellen X-Konto. Das Nachrichtenkonto AlertaNews24 teilte auf X einen 22 Sekunden langen Ausschnitt mit dem Text, ein Reporter in der kolumbianischen Hauptstadt sei zwei Raubversuchen von Dieben auf Fahrrädern ausgewichen.
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Festnahmen oder eine Anzeige sind nach Angaben des Nachrichtenportals Infobae nicht bekannt.
Hohe Zahl an Diebstählen in der Hauptstadt
In Kolumbien werden solche Diebstähle, bei denen Täter Passanten im Vorbeigehen oder Vorbeifahren etwas entreißen, umgangssprachlich „raponazo“ genannt. Nach Zahlen des Concejo de Bogotá, des Stadtrats der Hauptstadt, gab es von Januar bis Juni 2026 55.137 Diebstähle an Personen, rund 305 pro Tag. Von Januar bis Mai wurden laut Stadtrat 14.274 Handys gestohlen.
Die Stadtverwaltung meldete für Januar bis September 2026 einen Rückgang der Diebstähle an Personen um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und führte das auf mehr Kontrollen zurück. Peñaranda sagte später in der Übertragung: „Die Unsicherheit in Bogotá ist auch um diese Uhrzeit enorm.“