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Gesundheit

Virales Video von Baby mit Schnurrbart: Echtheit ist ungeklärt

Ein Clip zeigt ein Neugeborenes mit dunklem Haar auf der Oberlippe. Viele Nutzer vermuten KI. Was hinter starker Behaarung bei Babys stecken kann.

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Zwei Nahaufnahmen eines Neugeborenen mit feuchten dunklen Haaren, in ein helles Tuch gewickelt, vor medizinischen Geräten
Ein Video eines Neugeborenen mit dunklem Flaum auf der Oberlippe wird in Ecuador tausendfach geteilt; seine Echtheit ist ungeklärt.

Ein kurzes Video eines Neugeborenen mit dunklem Schnurrbart verbreitet sich seit Freitag, 23. Oktober, unter spanischsprachigen Nutzern in sozialen Netzwerken. Ob der Clip einen echten Fall zeigt oder mit künstlicher Intelligenz erzeugt oder bearbeitet wurde, ist offen.

Die rund fünf Sekunden lange Aufnahme zeigt ein Baby im Krankenhaus auf blauer Bettwäsche, im Hintergrund stehen medizinische Geräte. Das Kind hat dunkles Kopfhaar und deutlich sichtbares dunkles Haar auf der Oberlippe. Es blinzelt und bewegt leicht den Kopf. Einblendungen bezeichnen die Szene als „virales Video eines bärtigen Babys“ und raten, bei Fragen zur Kindergesundheit Fachleute zu konsultieren.

Auf X veröffentlichte das ecuadorianische Nachrichtenkonto Ecuador Al Día 365 den Clip mit dem Hinweis, Experten erinnerten daran, dass jeder Fall von medizinischem Fachpersonal beurteilt werden müsse. Der Beitrag wurde rund 1,36 Millionen Mal aufgerufen.

X @ecuadoraldia365

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Herkunft des Clips lässt sich nicht überprüfen

Nach Angaben des Portals Metro Ecuador sind auf dem Video auch Teile der Wangen behaart. Eine unabhängige Bestätigung zur Herkunft gebe es bislang nicht, ebenso wenig dazu, ob es sich um einen echten Fall handle. Eine medizinische Ursache lasse sich aus einem einzelnen Clip nicht bestimmen. Das Portal verweist auf einen früheren viralen Fall eines brasilianischen Kindes auf TikTok.

Ein im Video eingeblendeter Name eines angeblichen Arztes ließ sich keinem bestimmten Mediziner zuordnen. Auf TikTok kursieren ähnliche Clips, die ausdrücklich als KI-generiert gekennzeichnet sind. Moderne KI-Videos sind mit bloßem Auge oft kaum von echten Aufnahmen zu unterscheiden.

Unter den Beiträgen halten viele Nutzer das Video für künstlich erzeugt, andere vermuten natürliches Babyhaar oder eine seltene Erkrankung. Zahlreiche Kommentare sind scherzhaft, etwa mit der Bemerkung, das Kind sei „schon im Ruhestand geboren“.

Feiner Flaum ist bei Neugeborenen häufig

Viele Babys kommen mit feinem Körper- und Gesichtshaar zur Welt, dem sogenannten Lanugo. Es bildet sich etwa ab dem dritten Schwangerschaftsmonat und schützt die Haut des Fötus. Meist wird es noch vor der Geburt abgestoßen, bei Frühgeborenen ist es häufiger sichtbar. Der Flaum ist in der Regel fein und hell und verschwindet in den ersten Wochen bis Monaten von selbst.

Ein dichter, dunkler Bart nach Art eines Erwachsenen entspricht nicht dem typischen Bild von Lanugo. Als seltene Ursache für übermäßigen Haarwuchs bei Säuglingen gilt die angeborene Hypertrichose, eine genetisch bedingte Störung. Dabei handelt es sich meist um feineres, Lanugo-ähnliches Haar am Körper.

Auch hormonelle Einflüsse oder Medikamente können den Haarwuchs anregen. Dazu zählen Hautkontakt mit dem Haarwuchsmittel Minoxidil, das Eltern verwenden, oder der Wirkstoff Diazoxid, der bei bestimmten Stoffwechselstörungen eingesetzt wird. Durch Medikamente ausgelöster Haarwuchs bildet sich nach dem Absetzen oft zurück.

Bei ungewöhnlich starkem Haarwuchs sollten Eltern das Kind einem Kinderarzt vorstellen. Das Haar selbst zu rasieren, zu zupfen oder anderweitig zu entfernen, kann die empfindliche Babyhaut schädigen.

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